Sportapotheke
Die Apotheke an der Ecke hat leider nicht immer auf. Bei akuten Verletzungen durch sportliche Betätigung nützt es einem auch nichts, dass Onlineapotheken rund um die Uhr frequentiert werden können. Wer abends joggen oder im Verein Fußball spielen geht und sich dabei verletzt, braucht Soforthilfe. Besser also, man hat eine auf seinen Sport abgestellte Sportapotheke zu Hause. Die kann man dann auch mitnehmen, wenn man in einen Sporturlaub fährt, um sein Fitnessprogramm auszudehnen.Während der Hausapotheke vor allem Mittel gegen die üblichen Erkältungen, gegen Durchfälle und Kopfschmerzen enthält, muss die Sportapotheke spezifischer zusammengestellt sein. Sie sollte sich vor allem zur Erstversorgung in Notfällen eignen. Für oberflächliche Schürfwunden nach einem Sturz sollten ein Mittel zur Wunddesinfektion und eine Heilsalbe in der Sportapotheke enthalten sein. Dass man gelegentlich auch Pflaster benötigt, ergibt sich von selbst. Kleine Schürfwunden, Schnitte oder Blasen an den Hacken durch neue Sportschuhe können damit behandelt werden. Idealerweise hat man verschiedene Größen eingekauft - und falls man eine Pflasterallergie hat, auch an solche gedacht, die weniger aggressive Kleber haben. Für größere Schürfwunden oder falls man einen Salbenverband anlegen muss, sind sterile Wundkompressen unerlässlich. Das am besten geeignete Format ist 7,5 Zentimeter im Quadrat. Um sie festzukleben, sollte man Leukoplast da haben. Häufiger kommen bei sportlicher Betätigung Prellungen, Stauchungen oder Zerrungen vor. In diesem Fall wird eine Idealbinde zur Kompression und Stützung gebraucht. Manchmal ist auch ein kühlendes Spray nützlich - dies macht allerdings nur direkt vor Ort und als Sofortmaßnahme im Wettkampf Sinn. Meist ist ein Mannschaftsarzt vor Ort, der einen damit versorgen kann. Sind Bänder, Muskeln oder Gelenke von Verletzungen oder Vorschädigungen betroffen, kann man sie sicherheitshalber tapen. Man sollte allerdings wissen, wie man das richtig macht. Unter Umständen braucht man eine orthopädische Stützbandage für bestimmte Gelenke oder einen Kompressionsstrumpf, die man beim Sport tragen kann. Kleine Platzwunden kann man mit einem Klammerpflaster versorgen. Außerdem braucht ein Sportler gelegentlich Magnesium gegen Beinkrämpfe. Eine Wärmesalbe oder ein Wärmepflaster helfen gegen muskuläre Verspannungen.
Wer auf Homöopathie setzt, kann sich Arnica Globuli mitnehmen, da dies bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen hilfreich ist. Außerdem könnte Belladonna gegen Rückenschmerzen sinnvoll sein. Über die sinnvolle Potenz sollte eine Heilpraktikerin entscheiden. In die Reiseapotheke des Sportlers gehört neben normalen Medikamenten gegen Kopfschmerzen, Erkältungen, Insektenstichen oder Durchfall unbedingt eine Elektrolytmittel. Falls man im Reiseland Durchfälle bekommt, könnte man den Elektrolytverlust damit beheben. Radrennfahrer leiden oft unter Bronchitis und Asthma, hier sind entsprechende Mittel anzuraten, die der Arzt verschreiben muss. Überhaupt sollte man nur die Erstversorgung selbst vornehmen, wenn kein Stadion- oder Sportarzt anwesend ist, zum Beispiel bei einer Radtour im freien Gelände oder nach dem Umknicken beim Waldlauf. Meistens hat man aber seine Sportapotheke im Hotel oder zu Hause und kann sich erst dort versorgen.