Intensivstation
Die Intensivstation eines Krankenhaus ist für die Versorgung schwerstkranker Menschen zuständig. In großen Kliniken gibt es für die verschiedenen Hauptabteilungen wie zum Beispiel die Bauch- oder Unfallchirurgie, die Kardiologie, Neurologie oder Gastroenterologie spezialisierte Intensivstationen. In kleineren Kliniken werden alle besonders gefährdeten Patienten in einer Intensiv-Abteilung versorgt.Intensivstationen sind besonders ausgestattet
Die vielen medizinischen Geräte fallen jemandem, der zum ersten Mal eine Intensivstation betritt, sofort auf. Diese Apparate sind nötig, um Schwerkranke optimal überwachen zu können. Monitore können das EKG automatisch aufzeichnen. Blutdruck, Puls und der Sauerstoffgehalt des Blutes können von Geräten regelmäßig gemessen werden. Sind die Werte dann irgendwie auffällig oder hat ein verwirrter Patient seine Elektroden entfernt, ertönt ein lautes Alarmsignal, das die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte darauf aufmerksam macht. Auf vielen Intensivstationen ist es auch möglich, eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung durchzuführen, ohne den Patienten dafür in eine andere Abteilung transportieren zu müssen. Dadurch ist es möglich, im Notfall schnell handeln zu können und dem Kranken eine Belastung zu ersparen. Auch einige Laboruntersuchungen des Blutes können gleich auf der Intensivstation durchgeführt werden, was im Notfall wichtige Minuten Zeit sparen können. Die Intensivstation ist nicht nur von den Geräten her anders ausgestattet als die Normalstation. Dort arbeiten besonders ausgebildete Pflegekräfte und Ärzte, die neben der normalen Versorgung der Patienten auch Routine mit Notfallsituationen haben und in einigen Bereichen mehr Befugnisse haben als ihre Kolleginnen auf einer Normalstation. Auch der Personalschlüssel ist so gestaltet, dass eine Pflegekraft nur sehr wenige Patienten gleichzeitig versorgen muss. So ist es möglich, jeden Kranken sehr gut zu überwachen, zu pflegen und im Notfall kompetent einzugreifen.
Wann kommt ein Patient auf die Intensivstation?
Grob gesagt: immer, wenn er eine Behandlung oder Überwachung bekommen muss, die auf der normalen Station nicht machbar ist. So ist es üblich, Menschen nach größeren Operationen oder Untersuchungen ein paar Stunden auf Intensiv zu überwachen. Auch die Verabreichung verschiedener Medikamente kann es nötig machen, den Betreffenden eine Weile dort besonders zu beaufsichtigen. Wenn bei der Aufnahme eines neuen Patienten eine schwere Erkrankung wie zum Beispiel eine innere Blutung oder ein Herzinfarkt nicht sicher ausgeschlossen werden kann, kommt er zur Sicherheit erst mal auf Intensiv, bis der Arzt keine Gefährdung mehr sieht. Schwerkranke, die aus eigener Kraft nicht mehr atmen können, werden auf der Intensivstation mithilfe von Geräten beatmet. Auch schwere Erkrankungen des Herzens, der Nieren oder anderer innerer Organe können einen so kritischen Zustand hervorrufen, dass der Betreffende auf die Intensivstation muss.