BKH - Hall in Tirol

Radiologie

Landeskrankenhaus Hall
Milser Straße 10
A-6060 Hall in Tirol
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Radiologie

Die Radiologie befasst sich mit dem Anwenden von mechanischen Wellen und elektromagnetischen Strahlen. Beides wird sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Ein wichtiger Bereich in der Radiologie ist außerdem der Bereich der sogenannten Bildgebenden Verfahren, die nicht über ionisierende Strahlung funktionieren: Als Bildgebende Verfahren werden Verfahren bezeichnet, die über Aufnahmen zwei- oder dreidimensionale Bilddaten von Körperstrukturen liefern können. Hierzu zählen beispielsweise die Magnetresonanz- und die Kernspintomographie sowie die Sonographie (Ultraschall).

Geschichte: Zu Beginn der Geschichte der Radiologie bestand deren Methodik ausschließlich in der Anwendung von Röntgenstrahlen. Die Röntgenstrahlen waren 1895 von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt worden. In ihrem weiteren Verlauf gesellte sich in der Radiologie neben der Anwendung von Röntgenstrahlung auch die Anwendung weiterer ionisierender Strahlen aus wie beispielsweise Elektronen oder Gammastrahlen (ionisierende Strahlen sind Strahlen, die Elektronen aus Molekülen oder Atomen entfernen können).

Diagnostische Radiologie:
In der Diagnostischen Radiologie geht es darum, mit Hilfe elektromagnetischer Strahlen und mechanischer Wellen Ursachen für körperliche Beschwerden verschiedenster Art finden zu können. Eingesetzte Verfahren sind beispielsweise sogenannte Schnittbildverfahren bzw. Tomographien (die griechischen Worte für Schnitt und schreiben): Durch sie können Körperstrukturen anhand von Schnittbildern bzw. Tomogrammen betrachtet werden. Gelegentlich ist es sinnvoll, einem Patienten vor Durchführen entsprechender Aufnahmen bestimmte Substanzen zu verabreichen, die verschiedene Strukturen auf den Aufnahmen differenzierter erkennen lassen. Bei diesen Substanzen handelt es sich um sogenannte Kontrastmittel. Das klassische Röntgen wird in der Diagnostischen Radiologie auch als Radiographie bezeichnet: Hierbei werden gezielt Röntgenstrahlen auf Körperteile eines Patienten gerichtet. Anhand der verschiedenen hohen Lichtdurchlässigkeit verschiedener Körperstrukturen werden diese auf dem Radiogramm entsprechend sichtbar. Die Röntgen-Computertomographie erlaubt die Erstellung von Schnittbildern, die überlagerungsfrei sind. Vorteile der Magnetresonanztomographie liegen unter anderem darin, dass es nicht zur Emission (Freisetzung) von ionisierenden Strahlen kommt. Als nachteilig wird von Patienten hierbei häufig die relativ enge Apparatur genannt - vor allem betrifft dies Patienten mit Platzangst (Klaustrophobie). Ein in der Radiologie sehr häufig eingesetztes Verfahren ist der Ultraschall (die Sonographie). Das Verfahren ist sehr schonend, ist allerdings nicht zur Darstellung aller Gewebeformen geeignet. Schwierig kann ich der Einsatz des Ultraschall außerdem beispielsweise bei stark übergewichtigen Menschen mit hohem Körperfettanteil gestalten.

Fachpersonal:
Neben Fachärzten ist in Radiologien weiteres medizinisches Fachpersonal beschäftigt. So gibt es in Österreich beispielsweise den Radiologietechnologen: Ein solcher kann sich ebenso freiberuflich niederlassen und ist ausgebildet in der Durchführung der oben genannten bildgebenden Verfahren und auch in der Heilbehandlung durch Verfahren mit ionisierenden Strahlen.