BKH - Hall in Tirol

Urologie

Landeskrankenhaus Hall
Milser Straße 10
A-6060 Hall in Tirol
Tel.: +43 (0)50504-30

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Urologie

Die Urologie beschäftigt sich mit den Harnwegen. Dazu gehören die Nieren, die den Urin produzieren, die Harnleiter, die ihn nach unten in die Blase befördern und die Harnröhre, die die Verbindung nach außen bildet. Alle diese Bereiche können erkranken. Die Urologie hat sich darauf spezialisiert, diese Erkrankungen festzustellen und zu behandeln.

Welche Untersuchungsmethoden kennt die Urologie?
Eine der einfachsten und für den Patienten schonendsten Methoden ist die Urin-Untersuchung. Bereits an der Farbe, dem Geruch und eventuell vorhandenen Konkrementen kann der Arzt schon Zeichen erkennen, die auf eine Erkrankung hinweisen. Die Laboruntersuchung des Harns kann dann noch die Konzentration verschiedener Inhaltsstoffe und Entzündungszeichen feststellen. Sehr wichtig ist auch die körperliche Untersuchung des Erkrankten wie das Abklopfen der Nierengegend oder das Betasten der Harnblase von außen. Auch das Aussehen des Patienten, ein eventuell vorhandener Juckreiz oder Schmerzen helfen dabei, eine urologische Krankheit zu erkennen. Außerdem gibt es noch Möglichkeiten, mithilfe von Geräten eine Erkrankung der Harnwege festzustellen. So kann der Arzt zum Beispiel mit Ultraschall sehen, ob die Blase in der Lage ist, sich vollständig zu entleeren. Bei einer Ultraschall-Untersuchung können auch Veränderungen an den Nieren festgestellt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, dem Patienten ein Kontrastmittel in die Vene zu spritzen, das den Körper nach einiger Zeit über die Harnwege wieder verlässt. Durch eine Röntgenaufnahme im richtigen Moment kann der Urologe Hinweise auf die Durchblutung der Nieren bekommen. Außerdem ist es möglich, Engstellen in den Harnwegen festzustellen. Diese Engstellen können zum Beispiel von Harnleitersteinen oder Verwachsungen verursacht werden. Bei Männern kann eine vergrößerte Prostata der Grund dafür sein, dass sich die Blase nicht mehr vollständig entleeren kann und es immer wieder zu Blasen- oder sogar Nierenbeckenentzündungen kommt. Die Größe der Prostata kann der Arzt untersuchen, indem er dieses Organ vorsichtig durch den Enddarm hindurch abtastet. Eine weitere Untersuchungsform in der Urologie ist die Blasenspiegelung. Dabei führt der Arzt eine Kamerasonde durch die Harnröhre in die Blase ein.

Wie werden urologische Krankheiten behandelt?
Das kommt auf die Krankheit an. Nierenerkrankungen können anfangs häufig gut mit Medikamenten behandelt werden. Manchmal ist aber auch eine Operation nötig. Sind die Nieren schon stark geschädigt, kann es sein, dass der Patient lebenslang regelmäßig an die Dialyse muss. Harnleitersteine können je nach ihrer Zusammensetzung zertrümmert oder medikamentös aufgelöst werden. Oft können sie auch ausgespült werden, indem der Betreffende krampflösende Medikamente bekommt, viel trinkt und Treppen steigt. Manchmal müssen die Steine aber auch mit einer Operation entfernt werden.